{"id":136,"date":"2017-05-25T11:00:24","date_gmt":"2017-05-25T09:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hexenprozesse-leipzig.de\/?p=136"},"modified":"2018-02-22T11:46:00","modified_gmt":"2018-02-22T10:46:00","slug":"zauberinnen-und-hexen-in-der-literatur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hexenprozesse-leipzig.de\/?p=136","title":{"rendered":"Zauberinnen und Hexen in der Literatur"},"content":{"rendered":"<h3>Zauberkundige Frauen in griechischen und lateinischen \u00dcberlieferungen<\/h3>\n<p>Seit Jahrhunderten ist die \u201eHexe\u201c in der Literatur einem st\u00e4ndigen Wandel unterworfen. Von der b\u00f6sen Unholdin bis hin zur hilfsbereiten Gef\u00e4hrtin wurden ihr, je nach Epoche, eine Vielzahl unterschiedlicher Eigenschaften zugeschrieben. Schon in der antiken Literatur wird von zauberkundigen Frauen, die \u00fcber ein besonderes Wissen bez\u00fcglich Zauberkr\u00e4utern, Salben, geheimer Spr\u00fcche und Rituale verf\u00fcgen, berichtet. Sie sind in der Regel Randfiguren der Gesellschaft und leben fernab der Zivilisation in W\u00e4ldern oder H\u00f6hlen.<sup><a id=\"fnref-1\" href=\"#fn-1\">1<\/a><\/sup> Die antiken Zauberinnen weisen bereits verschiedene Parallelen und Merkmale auf, die auch im fr\u00fchneuzeitlichen Hexenbild wiederzufinden sind, beispielsweise die N\u00e4he zur Giftmischerin, die Beeinflussung des Wetters und der Vollzug von Schadenszauber. Den sehr eigenm\u00e4chtigen Frauen (Medea, Kirke, Erichtho und weitere thessalische Hexen) werden aufgrund ihres Selbstbewusstseins und ihrer St\u00e4rke h\u00e4ufig rachs\u00fcchtig-d\u00e4monische Eigenschaften zugeschrieben.<\/p>\n<h3><strong>Zauberinnen in der h\u00f6fischen Literatur des Mittelalters<\/strong><\/h3>\n<p>Zauberkundige Frauen sind auch in der h\u00f6fischen Literatur des Mittelalters zu finden. Sie haben oftmals Gemeinsamkeiten mit den Zauberinnen aus den antiken Dichtungen, was auf die Beliebtheit antiker Stoffe im Mittelalter zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. <strong>Heinrich von Veldeke<\/strong> bezieht sich in seinem <em>Eneas-Roman<\/em>, welcher zwischen 1170 und 1190 entstand, auf die Geschichte Trojas. Als Vorlagen dienten ihm <strong>Vergils<\/strong> <em>Aineis<\/em> (29 &#8211; 19 v. Chr.) und der altfranz\u00f6sische Roman <em>d\u2018Eneas<\/em> (um 1160). Die Zauberin, welche Dido helfen soll, sich von Eneas zu entlieben, ist eine besonders weise Frau. Sie verf\u00fcgt \u00fcber Wissen, das anderen Menschen bisher verborgen blieb. Zudem kann sie das Wetter beeinflussen, was auf einen Bezug zu den thessalischen Zauberinnen der antiken Literatur schlie\u00dfen l\u00e4sst. Weitere Zauberinnen finden sich in <strong>Gottfried von Stra\u00dfburgs<\/strong> Werk <em>Tristan<\/em>, das um 1210 entstand, und im <em>Parzival<\/em> (zwischen 1200 und 1210) von <strong>Wolfram von Eschenbach<\/strong>.<\/p>\n<h3><strong>Schwankhaft-komische Hexen in der Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts<\/strong><\/h3>\n<p>Seit dem 15. Jh. nahmen die Illustrationen aus Hexenb\u00fcchern Einfluss auf die literarische Gestaltung der Hexe. So kam es zu einer Verquickung von Realit\u00e4t, Phantasie und k\u00fcnstlerischer Gestaltung. Die Hexe erschien entweder als ein altes h\u00e4ssliches Weib oder als eine junge verf\u00fchrerische Frau.<sup><a id=\"fnref-2\" href=\"#fn-2\">2<\/a><\/sup> In der Realit\u00e4t fanden im Sp\u00e4tmittelalter bereits die ersten Hexenprozesse in Europa statt. Die literarische Darstellung der Hexe zu dieser Zeit jedoch hat eher die Tendenz zur Komik. In <strong>Heinrich Wittenwilers<\/strong> <em>Ring<\/em> (um 1470), worin Witz und Satire mit tugendhaften Lehren kombiniert sind, tauchen die Hexen im dritten Teil des Werkes auf. Sie fliegen auf Gei\u00dfen, haben lange Schweinsborsten und tragen Salben bei sich.<\/p>\n<p>Auch bei <strong>Hans Sachs<\/strong> finden sich in zahlreichen Texten Hexen und b\u00f6se Ehefrauen, die zum Teil schwankhafte Z\u00fcge haben. Sachs gibt anhand der Hexenfigur kombiniert mit dem \u201eP\u00f6s w\u00eep\u201c einen Blick auf Geschlechterrollen jener Zeit. Frauen werden dabei oft als listig und gierig dargestellt. Kritisiert wird besonders ihr nicht vorhandener Wille, sich dem Mann unterzuordnen.<sup><a id=\"fnref-3\" href=\"#fn-3\">3<\/a><\/sup><\/p>\n<h3>Hexen in der Literatur zur Zeit des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges<\/h3>\n<p>1668 erschien <strong>Grimmelshausens<\/strong> Werk <em>Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch<\/em>. Der satirisch-kritische Roman berichtet die Lebensgeschichte des Simplicius w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges, wobei in zwei Kapiteln eine geheime Hexenversammlung und die damit verbundene Existenz der Hexen thematisiert werden (2. Buch, Kap. 17\/18).<\/p>\n<p>1670 ver\u00f6ffentlichte <strong>Grimmelshausen<\/strong> das zweite Werk des simplicianischen Zyklus: <em>Trutz Simplex oder Ausf\u00fchrliche und wunderseltzame Lebensbeschreibung der Erzbetr\u00fcgerin und Landst\u00f6rtzerin Courasche<\/em>. Es berichtet vom Leben und Schicksal einer Frau namens Courasche (Libuschka) w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges. Die Verhaltensweisen der Courasche entsprechen nicht den Normvorstellungen der damaligen Zeit. Sie k\u00e4mpft in Schlachten, gibt sich als Mann aus, ist mehrmals verheiratet, verdient ihr Geld mit Prostitution und lebt mit Zigeunern zusammen. Dieses Verhalten bringt die Courasche in die N\u00e4he der Hexerei.<\/p>\n<h3>Die Hexe in der Literatur der Aufkl\u00e4rung und Romantik<\/h3>\n<p>Mit der Aufkl\u00e4rung ging eine Kritik des Aberglaubens einher, wobei besonders das Mittelalter und die fr\u00fche Neuzeit als abergl\u00e4ubisch d\u00fcstere Epochen angesehen wurden. Mit der Kritik an Hexen- und Teufelsglauben ver\u00e4nderte sich auch die literarische Rezeption. Die Hexen wurden zum Teil rehabilitiert und romantisiert.<\/p>\n<p><strong>Goethes<\/strong> <em>Faust<\/em> von 1808 ist die wohl bekannteste Faust-Dichtung. Neben dem B\u00fcndnis Fausts mit Mephistopheles in Form des Teufelspaktes tritt im Prolog zu <em>Faust II<\/em>. die thessalische Hexe Erichtho als Leiterin der Walpurgisnacht auf. Neben der Aufarbeitung historischer Stoffe erfreute sich die Hexe besonders in der Romantik gro\u00dfem Interesse. Vor allem <em>die M\u00e4rchen<\/em> der <strong>Br\u00fcder Grimm<\/strong> und Volkssagen pr\u00e4gten das Hexenbild nachhaltig.<\/p>\n<p>Auch in vielen romantischen Erz\u00e4hlungen und Novellen sind Hexen zu finden. Besonders in <strong>E.T.A. Hoffmanns<\/strong> Gesamtwerk ist das Hexenmotiv breit gestreut. Es begegnet uns beispielsweise in seinem Fragment <em>Der Feind<\/em> und im M\u00e4rchen vom <em>Goldenen Topf<\/em>.<\/p>\n<h3><strong>Literatur um Hexenprozesse im 19. Jahrhundert<\/strong><\/h3>\n<p>Mit der beginnenden historischen Erforschung der Hexenverfolgung entstanden auch die ersten epischen Dichtungen um Hexenprozesse. Es fand eine Abkehr von der romantisierten Hexenfigur hin zu realistischen Darstellungen statt, wobei zum Teil Chroniken und historisch verl\u00e4ssliche Quellen einbezogen wurden.<\/p>\n<p>1832 erschien die Novelle <em>Der Hexensabbath<\/em> von <strong>Ludwig Tieck<\/strong>. Er bezieht sich dabei auf real-historische Hexenprozesse, die 1459 im burgundischen Arras stattfanden. Tieck zeichnet seine Hauptfiguren als sehr aufgekl\u00e4rt und schafft damit unzeitgem\u00e4\u00dfe Idealbilder, die sich von ihrer Gemeinde abheben. Durch diese f\u00fcr die Zeit unpassenden Figuren wird das Gefahrenpotential eines zeitlosen Massenwahns aufgezeigt, wogegen Kunst und Vernunft machtlos sind.<sup><a href=\"#fn-4\">4<\/a><\/sup><\/p>\n<figure id=\"attachment_179\" aria-describedby=\"caption-attachment-179\" style=\"width: 232px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-179\" src=\"http:\/\/www.hexenprozesse-leipzig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/literatur-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"335\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-179\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Illustration: Dagmar Elsner-Schwintowsky. In: Meinhold, Wilhelm (1969): Die Bernsteinhexe. Berlin: Verlag Neues Leben<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Wilhelm Meinhold<\/strong> widmet sich in zwei Werken der Hexenthematik. Zum einen in seiner Chroniknovelle <em>Die Bernsteinhexe<\/em>(1843) und zum anderen in dem Roman <em>Sidonia von Bork<\/em>. <em>Die Klosterhexe<\/em> (1847). Der Sidonien-Stoff beruht auf realen Begebenheiten.<\/p>\n<p>In den 1854 erschienenen <em>Hexengeschichten<\/em> von <strong>Ludwig Bechstein<\/strong> wird in f\u00fcnf Erz\u00e4hlungen von Hexenwerk, Teufelspakten und Schadenszaubern berichtet. Bechstein st\u00fctzte sich bei der Entwicklung der Erz\u00e4hlungen zum Teil auf reale regionale Quellen.<\/p>\n<p><strong>Wilhelm Raabe<\/strong> zeigt in seiner 1865 erschienenen historischen Novelle <em>Else von der Tanne<\/em> wie ein kleines M\u00e4dchen Opfer einer in den Kriegswirren orientierungslosen Dorfgemeinschaft wird. Else, welche mit ihrem Vater den Wald am Rande des Dorfes bewohnt und eine gro\u00dfe Naturverbundenheit in sich tr\u00e4gt, wird von den Dorfbewohner\/innen schnell als Hexe stigmatisiert. Lediglich der Gemeindepfarrer hilft Else und stilisiert sie zur Heiligenfigur. Raabe zeigt damit ein dualistisches Frauenbild, die Hexe und ihr heiliges Gegenbild.<\/p>\n<p>Eine weitere literarische Rezeption eines Hexenprozesses liefert <strong>Theodor Storm<\/strong> 1878 mit seiner Novelle <em>Renate<\/em>. Berichtet wird \u00fcber die Liebesgeschichte des Pfarrersohns Josias und der Bauerntochter Renate sowie deren zunehmende Entfremdung. Die Novelle thematisiert das Verh\u00e4ltnis zwischen Glaube, Aberglaube und Christentum, besonders an der Figur des Josias.<\/p>\n<p><strong>Gottfried Kellers<\/strong> Roman <em>Der gr\u00fcne Heinrich<\/em> (2. Fassung Ende 1870er Jahre) enth\u00e4lt ein Kapitel, in dem \u00fcber den Hexenprozess der kleinen Meret berichtet wird. Trotz ihres jungen Alters wird sie erotisch anziehend, verf\u00fchrerisch und sehr widerspenstig beschrieben. Ihre Widerspenstigkeit gegen patriarchale Verh\u00e4ltnisse und gesellschaftliche Normen wird von einem Pfarrer als teuflische Besessenheit und von einem Arzt als nat\u00fcrlicher hysterischer weiblicher Wahnsinn gewertet. Anhand von Meret wird gezeigt, wie sich in der Frau das Bild der Hexe und der Geisteskranken vereinen.<\/p>\n<h3><strong>Der F\u00fcrst der Welt \u2013 eine Kritik am Nationalsozialismus<\/strong><\/h3>\n<p><em>Der F\u00fcrst der Welt<\/em> von <strong>Erika Mitterer<\/strong> wurde 1940 ver\u00f6ffentlicht. Der Roman f\u00fchrt die Lesenden in eine vom Aberglauben und Hexenwahn befallene mittelalterliche Bischofsstadt, in der drei Frauen Opfer der Inquisition werden. Zun\u00e4chst ist der Ausbruch einer Seuche Anlass f\u00fcr die Suche nach S\u00fcndenb\u00f6cken. Gegenseitiges Misstrauen und Anschuldigungen sowie Denunziation der Mitb\u00fcrger\/innen breiten sich aus. Eine Besonderheit des Romans stellen auch die Bez\u00fcge zu zeitgen\u00f6ssischen Ph\u00e4nomenen der 1930er bzw. 1940er Jahre dar. Es wird das Verhalten von Verblendeten, Fanatikern, Mitl\u00e4ufern, Verr\u00e4tern und einer zahllosen Masse Halbentschlossener nachgezeichnet, was dem Zweck dient, Kritik am NS-Regime zu \u00fcben, indem durch eine Analogie der Inquisition und deren Hexenprozesse gezeigt wird, wie es zur Machtergreifung des B\u00f6sen in einer scheinbar heilen Welt kommen kann.<sup><a id=\"fnref-5\" href=\"#fn-5\">5<\/a><\/sup><\/p>\n<h3><strong>Die neue Hexe seit den 1950er Jahren<\/strong><\/h3>\n<p>In den 1950er Jahren \u00e4ndert sich das Bild der Hexe in der Literatur grundlegend. Die Kinder- und Jugendliteratur bildet dabei 1957 mit <strong>Otfried Preu\u00dflers<\/strong> <em>Die kleine Hexe<\/em> den Anfang. Die in den Jahrhunderten zuvor klar definierten Figurenrollen von Gut und B\u00f6se geraten ins Wanken und herk\u00f6mmliche Figureneigenschaften werden grunds\u00e4tzlich hinterfragt. Die Hexe wird zum hilfsbereiten Wesen und zur Gef\u00e4hrtin von Kindern oder Tieren.<\/p>\n<p>In der Erwachsenenliteratur hat die Frauenbewegung der 1970er Jahre besonderen Einfluss auf die Darstellung der Hexe. Eine in der Gesellschaft komplett integrierte Frau, welche in irgendeiner Weise mit Hexen in Verbindung steht oder gar selbst magische Kr\u00e4fte besitzt, wird sich ihren besonderen F\u00e4higkeiten und M\u00f6glichkeiten bewusst. Besonders unter DDR-Autorinnen ist die Hexe eine beliebte M\u00f6glichkeit, um Kritik an patriarchalischen Verh\u00e4ltnissen zu \u00fcben. Bei <strong>Irmtraud Morgner, Renate Apitz und Elke Willkomm<\/strong> sind starke, eigenwillige Frauen, die unter den gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen leiden, die Hauptpersonen. Sie versuchen sich davon zu befreien und werden schlie\u00dflich zu modernen Hexen stilisiert.<\/p>\n<h3><strong>Gegenwartsliteratur<\/strong><\/h3>\n<p>Dass das Thema der Hexenverfolgung auch in der Gegenwart sehr beliebt ist und sich B\u00fccher dieses Genres gut verkaufen lassen, zeigt die Vielzahl an historischen Romanen, in welchen oftmals der Hexereiverdacht gegen eine junge Frau mit einer Liebesgeschichte kombiniert wird. Einige historische Romane der Gegenwart beziehen sich jedoch auch auf realhistorische Hexenprozesse. Beispielsweise verarbeitet die schweizerische Schriftstellerin <strong>Eveline Hasler<\/strong> in ihrem Roman <em>Anna G\u00f6ldin. Letzte Hexe<\/em> literarisch die Ereignisse um die Schweizerin Anna G\u00f6ldi, welche am 13. Juni 1782 in Glarnus als eine der letzten Hexen Europas hingerichtet wurde.<\/p>\n<p>Besonders in der Kinder- und Jugendliteratur erfreuten sich Hexen und Zauberinnen sowie Zauberer gr\u00f6\u00dfter Beliebtheit und kommerzieller Erfolge. Mit <em>Harry Potter<\/em> schuf <em>J. K. Rowling<\/em> eine der erfolgreichsten Fantasy-B\u00fccherreihen aller Zeiten. Durch die Beliebtheit der Zauberer und Hexen durch Harry Potter aber auch weiterer B\u00fccher, Filme und Serien (Charmed-Zauberhafte Hexen, Die Hexen von Eastwick usw.) gab es seit Anfang der Jahrtausendwende einen zunehmenden Anwuchs von Sachb\u00fcchern, die sich mit dem Erlernen von Zauberspr\u00fcchen, Zaubertr\u00e4nken und allerhand anderem \u201eHexenwerk\u201c besch\u00e4ftigen. Die Beliebtheit beschr\u00e4nkt sich in der heutigen Zeit nicht nur auf die \u201eguten\u201c Hexen, auch die \u201eb\u00f6sen\u201c Hexen tauchen in der Grusel und Horrorliteratur auf. Hier gibt es nach wie vor stereotypische Darstellungsweisen von Hexen als schadenstiftende alte Frau und Repr\u00e4sentantin des B\u00f6sen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Quellen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p id=\"fn-1\"><span style=\"font-size: 10pt;\">1. Vgl.: Baertschi, Annette\/ F\u00f6gen, Thorsten: Die Zauberinnen und Hexen in der antiken Literatur., in: Gymnasium. Zeitschrift f\u00fcr Kultur der Antike und Humanistische Bildung Bd. 113, Heft 3, Hg. v. Richard Klein und Ulrich Schmitzer, Berlin 2006, S. 224<a href=\"#fnref-1\">\u21a9<\/a><\/span><\/p>\n<p id=\"fn-2\"><span style=\"font-size: 10pt;\">2. Schmidt, Siegrid (2004): Die Hexe als kulturelles Objekt in der Literatur, in der bildenden Kunst und im Museum, in: George, Marion; Rudolph, Andrea (Hg.): Hexen. Historische Faktizit\u00e4t und fiktive Bildlichkeit (kulturwissenschaftliche Beitr\u00e4ge Bd.3), Dettelbach, S. 451 <a href=\"#fnref-2\">\u21a9<\/a><\/span><\/p>\n<p id=\"fn-3\"><span style=\"font-size: 10pt;\">3. Zum Beispiel: Die zw\u00f6lff eygenschafft eines bosshaften Weybs von 1530., in: Hans Sachs: Werke. Hg. v. Adalbert von Keller und Edmund Goetze, T\u00fcbingen 1870-190<a href=\"#fnref-3\">\u21a9<\/a><\/span><\/p>\n<p id=\"fn-4\"><span style=\"font-size: 10pt;\">4. Vgl.: Kippel, Markus: Die Stimme der Vernunft \u00fcber einer Welt des Wahns. Studien zur literarischen Rezeption der Hexenprozesse (19.-20- Jahrhundert)., M\u00fcnster 2001, S. 40<a href=\"#fnref-4\">\u21a9<\/a><\/span><\/p>\n<p id=\"fn-5\"><span style=\"font-size: 10pt;\">5. Vgl.: Brown, Bernard: Erika Mitterers Roman \u201eDer F\u00fcrst der Welt\u201c., in: Der literarische Zaunk\u00f6nig. Die Zeitschrift der Erika Mitterer Gesellschaft, Nr. 2\/2003, Wien 2003, S. 9<a href=\"#fnref-5\">\u21a9<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Illustration: Dagmar Elsner-Schwintowsky. In: Meinhold, Wilhelm(1969[org. 1843]): Die Bernsteinhexe. Berlin: Verlag Neues Leben.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zauberkundige Frauen in griechischen und lateinischen \u00dcberlieferungen Seit Jahrhunderten ist die \u201eHexe\u201c in der Literatur einem st\u00e4ndigen Wandel unterworfen. 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