Veranstaltungs-Rückschau

Do., 16. 07. 2020 | 19.00 Uhr
THEMATISCHE EINFÜHRUNG & FILM
Verfolgung von „Hexen“ in afrikanischen Ländern
Wer arm ist und/oder alt in Nigeria, Mali, Somalia, dem Sudan, in Sambia, Kenia oder anderen Ländern Afrikas … muss immer häufiger fürchten, als „Hexe oder Zauberer“ verfolgt zu werden. Der nigerianische Menschenrechtsaktivist Leo Igwe schreibt: „Ein Krieg wütet in vielen Teilen Afrikas. Ein Krieg gegen die verwundbarsten Personen der afrikanischen Bevölkerung: Ältere Frauen, arme Menschen, Menschen mit Behinderungen – meist in krisenreichen Regionen. Dieser Krieg wird nicht mit Gewehren ausgetragen, sondern mit gerade neu gezielt angefachtem Aberglauben. Diese Kriege haben zur Verschleppung unzähliger Menschen geführt – Kindern wie Erwachsenen.“ Entstanden sind „Hexencamps“ in verschiedenen Ländern.

Nach einer ersten Einführung in die Thematik zeigen wir im Anschluss den Film: I am not a witch
von RUNGANO NYONI, 2017, UK, Frankreich, Deutschland, Sambia | FSK 12, 93 Minuten

Filmbeschreibung:
In Sambia, dem Heimatland der Filmemacherin, kann man durch einfache Beschuldigungen zur „Hexe“ werden. So auch das neunjährige Waisenmädchen, die von anderen „Hexen“ später auf den Namen Shula, die Entwurzelte, getauft wird. Der Film lief auf Festivals in Europa und Afrika und erhielt mehrere Auszeichnungen.

Wegen hygienebedingten Platzbeschränkung ist eine Anmeldung empfohlen. | Eintritt: frei

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Di., 02. 06. 2020 & 09. 07. 2020 | 17:00 – 18.30 Uhr
VORTRAG unterwegs mit PEGGY BURIAN und KERSTIN LEUBNER
Kräuter – Hexen – Märchen
Ein kräuterig, märchenhafter Spaziergang in die Geschichte der Kräuter und der „weisen und heilkundigen Frauen“ im Märchen.

Mit PEGGY BURIAN, Soziologin, Märchenerzählerin & KERSTIN LEUBNER, Sozialpädagogin und Kräuterfrau
Ort: Apothekergarten, vor dem Hospital-Tor | Eingang zum Friedenspark, 04103 Leipzig
Erreichbarkeit: Straßenbahn: 12, 15 (Ostplatz), 2, 16 (Johannisallee) Bus: 60 (Liebigstraße)
Anmeldung erforderlich bis zum 08.07.2020 || Eintritt: 7,- | 4,- Euro ermäßigt


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Mo., 02. 03. 2020 | 18.00 – 19.30 Uhr

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG mit Rundgang
Aufarbeitung der Hexenverfolgung in Leipzig und Sachsen
Zur Geschichte Leipzigs und der Region gehört auch das Unrecht jahrhundertelanger Hexenverfolgung in Leipzig und Sachsen (1450 bis1750). Bis heute gibt es nur wenig öffentliches Bewusstsein um diesen Teil der (Stadt)-Geschichte. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, sich zu diesem Thema zu informieren. Nach einer thematischen Einführung werden zwei einzelne Prozesse der Hexenverfolgung in Leipzig vorgestellt.

Eröffnung: MADELEINE APITZSCH & CHRISTINE RIETZKE | AK Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig
Musikalische Umrahmung: SILVIA NEEDON

Dauer der Ausstellung: 02.03.2020 – 30.04.2020
Ausstellung und Veranstaltungen finden statt in Kooperation des Arbeitskreises Aufarbeitung Hexenverfolgung, des Soziokulturellen Zentrums Frauenkultur und der VHS. Sie sind entgeltfrei.
Veranstaltungsort: Volkshochschule Leipzig, Löhrstraße 3 – 7

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Do., 20. 02. 2020| 19.00 Uhr
THEMATISCHE EINFÜHRUNG & FILM
Seelen im Feuer mit Impuls-Vortrag zu Hexenprozessen in/um Bamberg
Im 17. Jahrhundert erreichte die Hexenverfolgung in Bamberg unter der Herrschaft Johann Georgs II. Fuchs von Dornheim ihren grausamen Höhepunkt. Für hunderte unschuldig Verfolgte endete das Leben auf dem Scheiterhaufen. Die Zahl von Inhaftierungen vermeintlicher „Hexen“ war so hoch, dass ein eigens dafür vorgesehenes Malefiz-Haus errichtet wurde. Ursachen für die Bamberger Hexenprozesse waren nicht allein Missernten oder Krankheitswellen, sondern die Verfolgungen waren ebenso politisch motiviert.
Thematische Einführung: MADELEINE APITZSCH, Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig

Im Anschluss an die thematische Einführung zeigen wir den Film: Seelen im Feuer, Regie: URS EGGER, D 2014, 110 min… eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Sabine Weigand.

Filmbeschreibung:
Der Arzt Cornelius eilt von seinen medizinischen Forschungen aus Wien nach Bamberg zu seinem sterbenden Vater. Der Fürstbischof von Dornheim verpflichtet ihn, in seine Dienste zu treten, was Cornelius in einen Bannkreis aus Denunziation, Verhaftung und Hinrichtung geraten lässt.

Eintritt: frei


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Fr., 15. 11. 2019 | 14.00 bis ca. 19.00 Uhr
ZWEITER FACHTAG HEXENVERFOLGUNG
Hexenverfolgung in Leipzig | Sachsen

Der zweite Fachtag zur Hexenverfolgung veranstaltet vom Arbeitskreis Aufarbeitung der Hexenverfolgung in Leipzig.

Veranstaltungsort: Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur Leipzig, Windscheidstr. 51 | 04277 Leipzig  Teilnahmegebühr: 9,- | 5,- Euro ermäßigt.
Um Anmeldung bis zum 11.11. 2019 wird gebeten!

Programm: https://www.hexenprozesse-leipzig.de/?page_id=468

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Di., 29. 10. 2019 | 19:00 Uhr
THEMATISCHE EINFÜHRUNG & FILM
Anna Göldin. Letzte Hexe …. zum 285. Geburtstag
Schweiz 1991 | Regie: GERTRUD PINKUS nach dem gleichnamigen Roman von EVELINE HASLER

Thematische Einführung:
STEPHAN KLEIN, Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig

ANNA GÖLDIN * 24. Oktober 1734 in Sennwald, heute im Kanton St. Gallen; hingerichtet am 13. Juni 1782 in Glarus.
Der Film, eine der erfolgreichsten Schweizer Kino-Produktionen, basiert auf den wahren Begebenheiten um die letzte Hinrichtung einer Hexe in der Schweiz. Dies rief 1782 europaweit Protest und Empörung hervor und wird heute als Justizmord gewertet. Als verbindendes Element im Film dient die Figur des Landschreibers Kubli. Der Landschreiber ist eine authentische Figur, die durch das Zitieren der Prozessakten das damalige reale Geschehen mit der künstlerischen Freiheit in der filmischen Umsetzung verbindet.

„Die Geschichte der letzten in Europa als Hexe ermordeten Frau als bildstarkes, detailgenaues und ebenso spannendes wie stimmungsvolles Sittengemälde, das – ohne simple Schuldzuweisungen – das gesellschaftliche Umfeld einbezieht, insgesamt aber nicht über den Rahmen traditioneller Historiendarstellung hinausgeht.“ Lexikon des internationalen Films | Hessischer Filmpreis für die Hauptdarstellerin Cornelia Kempers, 1992

Mit freundlicher Unterstützung durch: Anna-Göldi-Museum Ennenda; Frau Bittner vom Landesmuseum Zürich; Filmarchiv Zürich und die Cinematheque Suisse

Veranstaltungsort: Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur | Eintritt: frei


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Di., 16. 07. 2019 | 18:00 Uhr
THEMATISCHE EINFÜHRUNG & FILM
Hexenjagd (1968)
Thematische Einführung: MADELEINE APITZSCH, Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig

Filmbeschreibung:
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wird auf Veranlassung einer böhmischen Gräfin der Inquisitionsrichter Heinrich Franz Boblig von Edelstadt ins tschechische Šumperk gerufen, um gegen vermeintliche Hexerei vorzugehen. Der geldgierige Inquisitor baut seine Herrschaft in kurzer Zeit vehement aus und entfacht eine Hexenjagd, die auch vor der Obrigkeit keinen Halt macht.

Die tschechoslowakische Produktion „Hexenjagd“ (102 Min.) von OTAKAR VAVRA stammt aus dem Jahr 1969. Thematisiert werden frühneuzeitliche Hexereiprozesse, die zwischen 1679 und 1694 im böhmischen Šumperk stattfanden. 

Veranstaltungsort: Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur | Eintritt: frei

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Mi., 26. 06. 2019 | 10:00 – 12:00 Uhr
PROKEKTTAGE ZUR HEXENVERFOLGUNG AM KOLLEG LEIPZIG
Die Leipziger Hexenprozesse

Referentin: Madeleine Apitzsch

keine öffentliche Veranstaltung!


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Beschluss des Leipziger Stadtrates am 13.03.2019:

Leipzig bekommt eine Gedenktafel für die in Leipzig der Hexerei angeklagten und ermordeten Menschen – und schafft einen Ort des Gedenkens im öffentlichen Raum

https://ratsinfo.leipzig.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=1103571

https://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Leipzig-plant-Gedenkort-fuer-Opfer-der-Hexenverfolgung

https://www.l-iz.de/Topposts/2019/03/Der-Stadtrat-tagt-Gedenktafel-fuer-Opfer-der-Hexenverfolgung-beschlossen-263942


Der Live-Stream Mitschnitt der Stadtratssitzung: 

https://www.l-iz.de/politik/leipzig/2019/03/Der-Stadtrat-tagt-Die-Maerz-Sitzung-im-Livestream-263782

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Mo., 26. 11. 2018 17 Uhr
INTERNATIONALER TAG GEGEN GEWALT AN FRAUEN
Montags-Gebet und Fürbitte in der Nikolaikirche
u .a. mit ausgestaltet durch den Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung

Die Fürbitte zum Gedenken an die Opfer der Hexenverfolgung lautete:
Gott, sie nennen dich „Vater“ und „Herr“. Doch wer weiß, wer Du bist?
Seit fast 2000 Jahren lehren „Väter der Kirche“ ihr eigenes Verständnis von Männlichkeit, dass Jungen und Männer höher wertet als die Mädchen und Frauen neben ihnen. Ihr Verständnis, dass die Ausübung von Macht und Gewalt – in Deinem Namen, Gott – als selbstverständlich und als „von Gott gegeben“ empfindet.
Einer der grauenvollen Höhepunkte dieser zerstörerischen Machtausübung war die Zeit der Hexenverfolgung von 1430 bis 1750 in weiten Teilen Europas… auch hier in Leipzig. …die zum Tod von nicht gezählten Frauen, Männern und Kindern führte.
Gott, wir bitten Dich: Lass die Menschen in Deiner Kirche und darüber hinaus erkennen, dass alle Menschen mit gleichen Rechten auf dieser Erde leben dürfen – da nur dieses Erkennen zu wahrer Gewaltfreiheit führen kann.

Im Anschluss, ab 20 Uhr in der Leipziger Stadtbibliothek: Abschlussveranstaltung u. a. mit einem künstlerischen Beitrag zum Thema, mitgestaltet durch den Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung | Leipzig

https://landesfrauenrat-sachsen.de/veranstaltungen/abschlussveranstaltung-in-der-stadtbibliothek-leipzig/

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Do., 25. 05. 2017
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Hexenverfolgung. Auch in der Zeit der Reformation im Rahmen des „Kirchentag auf dem Weg“ 2017

https://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Leipziger-Verein-hat-eigenen-Arbeitskreis-zur-Aufarbeitung-der-Hexenverfolgung