Aktuelles

Das nächste Arbeitskreistreffen findet je nach Situation am 04.02.2021 in der Frauenkultur (Windscheidstraße 51, 04277 Leipzig) um 16 Uhr statt.

Unsere Treffen sind öffentlich, schaut bei Interesse gern vorbei!

___________________________________________________________________________________________________

Sa., 12. 12. 2020 | 15.00 Uhr
VORTRAG & DISKUSSION ONLINE
Die Hexenprozesse von Salem
Referentin: MADELEINE APITZSCH, Leipzig — M.A. Germanistik und Mitglied des „Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig“

In den 1620er Jahren gründeten puritanische englische Siedler*innen die Massachusetts Bay Colony – das Gebiet des heutigen US-Bundesstaats Massachusetts. Salem war eine der ersten Siedlungen, zu der auch das Dorf Salem Village, nahe der Stadt Salem, gehörte. Im Jahr 1692 häuften sich die Anklagen und Verurteilungen wegen Hexerei in Salem Village. Auslöser war das Verhalten der Mädchen Elisabeth Parris und Abigail Williams, welche an Krampfanfällen litten und zeitweise in tranceähnliche Zustände verfielen. Da kein organisches Leiden festgestellt werden konnte, mussten die Mädchen laut ärztlicher Diagnose „verhext“ worden sein. Daraufhin kam es zu gegenseitigen Denunziationen innerhalb der Gemeinde. Es fanden fortan Hexenprozesse statt, die zahlreiche Hinrichtungen zur Folge hatten. Nach dem teilweisen Zusammenbruch dörflich existentieller Lebensnotwendigkeiten (nichteingebrachte Ernte, unterbliebene notwendige Arbeiten…) und mit dem Eingreifen des Gouverneurs William Phips wurden die Hexenprozesse von Salem 1693 beendet.

Vielfach rezipiert in Literatur, Film und Musik ist Salem ein Synonym für „Hexerei“ und „Hexenverfolgung“ wie kein anderer Ort. Welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass Salem bis heute mit „witchcraft“ assoziiert wird… und inwiefern historische Ereignisse, neuere künstlerische Rezeptionen, aber auch moderne Marketingstrategien daran Anteil haben, sind Leitfragen des Vortrags.

Infos zur Teilnahme sowie dem Link zur online Veranstaltung mit Schritt-für-Schritt-Anleitung unter www.frauenkultur-leipzig.de!
___________________________________________________________________________________________________

Do., 12. 11. 2020 | 11.00 Uhr
EINWEIHNUNG GEDENKTAFEL
Hexenverfolgung in Leipzig
Am 13.03.2019 beschloss der Leipziger Stadtrat aufgrund eines Antrages des AK Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig: „Die Stadt Leipzig setzt mit einer Gedenktafel für die Opfer der Hexenverfolgung ein Zeichen gegen menschenverachtende Gewalt…“ Die Einweihung dieser Gedenktafel wird vorgenommen von dem Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Dr. Anselm Hartinger, der amtierenden Amtsleiterin des Kulturamtes Frau Antje Brodhun und Sprecher*innen des Arbeitskreises.

Ort: Neues Rathaus, Arkaden

______________________________________________________________________________________

Di., 10. 11. 2020

VORTRAG mit PEGGY BURIAN und KERSTIN LEUBNER
Kräuter – Hexen – Märchen
Ein kräuterig, märchenhafter Vortrag zur Geschichte der Kräuter und der „weisen und heilkundigen Frauen“ im Märchen. Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „Hexenverfolgung…und du wirst immer die erste Hexe sein …“ im Rathaus von Annaberg Buchholz statt.

Mit PEGGY BURIAN, Soziologin, Märchenerzählerin & KERSTIN LEUBNER, Sozialpädagogin und Kräuterfrau

________________________________________________________________________________________

Einige Themen vergangener AK-Treffen: 

Leipziger Hexenprozesse/Hexenprozessakten
Tiere und Hexen/Der Vorwurf des „Drachen-Haltens“ in Hexereiprozessen
sogenannte „Hexenkräuter“ – ein Versuch der Annäherung
Der Archetyp der „Alten“ am Beispiel der Baba Jaga
Rechtliche Grundlagen: Der Inquisitionsprozess
Kinderhexenprozesse
Die Beginen in Leipzig
Leipzig im Mittelalter und der Frühen Neuzeit

Zudem unterstützte der Arbeitskreis Schüler*innen bei ihren Facharbeiten zum Thema Hexenverfolgung.